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Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) in Bearbeitung

06.09.2018 bis 31.01.2019

Arbeiten zur Erstellung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes für Mengsberg, Momberg und Speckswinkel schreiten voran

Am 14. August 2018 fand im evangelischen Gemeindehaus in Mengsberg das dritte IKEK-Forum statt. Hierzu konnte Bürgermeister Thomas Groll neben u. a. Pfarrerin Anne Rudolph, Geschäftsführerin Alexandra Klusmann von der Region Marburger Land und Mena Söhlke vom Fachbereich Kreisentwicklung des Landkreises begrüßen.

Zu Beginn der Veranstaltung blickte Groll kurz auf die bisherige Arbeit im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes zurück. Im März fand im Dorfgemeinschaftshaus Momberg die Auftaktveranstaltung statt. Im April wurden in den drei Stadtteilen Ortsrundgänge und Kurzworkshops durchgeführt. In den Monaten Mai und Juni traf man sich zu IKEK-Foren in Speckswinkel und Momberg und diskutierte in Kleingruppen lebhaft darüber, was das Dorfleben in den drei Orten ausmache und welche Themen wichtig für die künftige Entwicklung seien.

Parallel zu diesen Terminen hat das Kasseler Büro für Stadtplanung und Regionalentwicklung akp weiter an der Erstellung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IKEK) gearbeitet. Das IKEK ist Grundvoraussetzung für die Gewährung von Fördergeldern. Es ist mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abzustimmen und von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließen.

Seit März tagte zudem dreimal die von Bürgermeister Thomas Groll geleitete und aus Vertretern aller Stadtteile bestehende Lenkungsgruppe. Deren Hauptaufgabe ist es, die in den gemeinsamen Diskussionen entwickelten Projekte mit Prioritäten zu versehen und lokalen Sachverstand bei der Erarbeitung des IKEK einzubringen.

Beim dritten IKEK-Forum wurden vor die vorgenommene Priorisierung näher vorgestellt.

Einleitend sprach Bürgermeister Thomas Groll davon, dass es drei „Leuchtturmprojekte“ gäbe. Hierbei handele es sich um ein Konzept für die Revitalisierung der Ortsmitte von Speckswinkel als Impulsprojekt auch für die anderen beiden Stadtteile. Weiterhin gehe es um die Sanierung bzw. den Umbau des alten Kindergartengebäudes in Momberg und die Neugestaltung der angrenzenden Freifläche. Hier gibt es zahlreiche Ideen wie etwa eine Pilgerherberge, ein Repair-Cafe oder ein Multifunktionshaus mit (Dienstleistungs-)Angeboten nicht nur für Momberger, sondern auch für die Einwohnerinnen und Einwohner der beiden anderen Stadtteile. Drittes großes Projekt sollen umfassende bauliche Maßnahmen am evangelischen Gemeindehaus in Mengsberg sein. Hier möchte die Kommune gerne mit der Kirchengemeinde kooperieren und einen barrierefreien, den Anforderungen der Zeit entsprechenden Gemeinschaftsraum nebst Küchenzeile und sanitären Anlagen schaffen.

Nach Überlegungen von Heike Brandt und Sonje Kunze (Büro akp) soll ein Nutzungskonzept für alle drei Gemeinschaftseinrichtungen in den Stadtteilen (Zollhof, DGH und evangelisches Gemeindehaus) auf den Weg gebracht werden. Hier geht es darum, den einzelnen Einrichtungen zukünftig Nutzungsschwerpunkte zuzuordnen.

Neben den drei „Leuchtturmprojekten“ gibt es noch weitere investive bzw. auch eine Vielzahl nichtinvestiver Vorhaben, die sich im IKEK wiederfinden werden. Einiges davon ist mit bürgerschaftlichem Engagement und „kleinem Geld“ umzusetzen, anderes kann aufgrund der vorgenommenen Priorisierung nur dann zum Zuge kommen, wenn vorrangige Projekte nicht umgesetzt werden können.

Bürgermeister Thomas Groll führte weiter aus, dass nach seiner Auffassung in Speckswinkel neben der Erarbeitung der Studie auch Investitionen in den „schiefen“ Dorfplatz und die Umfeldgestaltung des Dorfteiches getätigt werden sollen. Hierfür gäbe es gesonderte Fördermöglichkeiten im Dorfentwicklungsprogramm.

Mit Blickrichtung auf die Mengsbergerinnen und Mengsberger, die zu Recht nach ihren herausragenden Erfolgen beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ eine Erwartungshaltung an das Dorfentwicklungsprogramm hätten, sagte der Bürgermeister, dass man natürlich bestrebt sei, das Vorhaben evangelisches Gemeindehaus über das Förderprogramm auf den Weg zu bringen. Sollte dies aber nicht möglich sein, so müsse man nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Er stehe dafür, dass hier etwas passiere.

Thomas Groll geht davon aus, dass die Kommune im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms bis 2024 Eigenmittel von zumindest 600.000 Euro investieren werde, im Gegenzug rechnet er mit Fördergeldern von über 1 Mio. Euro.

„Ich bin optimistisch, dass das Dorfentwicklungsprogramm einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von Mengsberg, Momberg und Speckswinkel leisten wird und danke allen, die sich im IKEK-Prozess ehrenamtlich für ihren Heimatort engagieren. Nicht verkennen darf man, dass in Mengsberg und Speckswinkel private Sanierungsvorhaben in den Kernbereichen der Orte Unterstützung finden werden“, so der Bürgermeister. In Momberg sei dies nicht möglich, da der Ort bis 2013 Förderschwerpunkt im Dorferneuerungsprogramm war.

Im Anschluss an die Ausführungen des Bürgermeisters stellten Heike Brandt und Sonja Kunze vom Büro akp die weiteren Vorhaben kurz vor. Mena Söhlke informierte über die beiden Säulen der Förderung in der Dorfentwicklung und ging kurz auf die Förderung privater Bauvorhaben ein. Hierzu wird es im Herbst weitere Informationen geben.

Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg betonte in seinem Schlusswort, das bereits vieles Erarbeitet worden sei. Jetzt gehe es darum, zu konkretisieren und das IKEK mit der WI-Bank abzustimmen. Er bat die Anwesenden, sich weiterhin aktiv einzubringen.

 
Stadtverwaltung Neustadt (Hessen)
 

Guendalina Balzer (Stabsstelle Regional-, Stadt- und Dorfentwicklung)
Ritterstraße 5-9
35279 Neustadt (Hessen)
06692-89-32

 
 
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